Die deutschen Automobilhersteller blicken sehr zuversichtlich auf das Jahr 2011. Die Hersteller berauschen sich dabei vor allem an China. Die dortigen Wachstumsaussichten sind nach Einschätzung der deutschen Autobauer exzellent. Allerdings kann dieser Aufschwung von kurzer Dauer sein, wie einige politische Beschlüsse Chinas zeigen.

Die Detroit Motor Show findet alljährlich im Januar statt und gilt als Indikator für die Geschäftserwartungen der Automobilindustrie. Nach den Krisenjahren 2009 und 2010 rechnen die Hersteller mit Rekordgewinnen für das Jahr 2011. 62 Millionen Fahrzeuge sollen Prognosen zufolge im kommenden Jahr verkauft werden. Einen großen Teil dieses Kuchens wollen sich die deutschen Hersteller sichern.

Der Blick richtet sich auf China

China hat die USA als den wichtigsten Absatzmarkt für Automobile überholt. Für die Hersteller Grund genug, den Blick auf das Reich der Mitte zu richten. Die dortigen Absatzchancen scheinen exzellent zu sein, wenn man der Unternehmensberatung Roland Berger Glauben schenken mag. Diese geht nämlich von 13,4 Millionen verkauften Pkw für das Jahr 2011 in China aus. Nach dieser Schätzung würde das Wachstum auf dem chinesischen Automarkt 15 Prozent gegenüber 2010 betragen.

Chinas Politik nimmt Einfluss

Bei aller Euphorie sollte man die Politik in China nicht vergessen. Denn diese nimmt mit ihren Entscheidungen durchaus auch Einfluss auf den Wachstumsmarkt Auto. Und das nicht immer zum Vorteil der Hersteller, wie zwei erst kürzlich getätigte Beschlüsse zeigen. So streicht China mit Beginn des neuen Jahres die Steuererleichterungen, die es beim Kauf von Kleinwagen gibt. Die Preise für solche Fahrzeuge dürften sich infolgedessen um etwa 10 Prozent erhöhen. Daher steht zu erwarten, dass weniger dieser Autos verkauft werden. In Peking hat die Stadtregierung darüber hinaus beschlossen, die Zahl der neu zugelassenen Autos auf 20000 Stück pro Monat zu begrenzen. Auch das dürfte sich auf die Verkaufszahlen auswirken.

China stärkt eigene Autobauer

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist, dass China inländische Autobauer stärkt. Der Absatz chinesischer Automarken im Inland steigt stetig. Außerdem erhöht die Regierung in Peking den Druck auf ausländische Autobauer, damit diese in China produzieren. Besonders schwierig dürfte dies besonders bei kleineren Herstellern, wie beispielsweise Porsche, werden.

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