14 Feb
Bei der Hausratversicherung auf die Versicherungssumme achten
Posted on 2011 under Versicherungen | Comments are offIdealerweise deckt eine Hausratpolice genau den Wert der versicherten Einrichtungsgegenstände ab. In der Praxis ist das allerdings meist anders. Versicherungsberater können davon ein Lied singen, denn die meisten Kunden, die sich beraten lassen, haben keine passende Hausratversicherung abgeschlossen. Die meisten sind über- oder unterversichert.
Mögliche Probleme durch falsche Versicherungssummen
Sind die Versicherungssummen bei der Hausratversicherung falsch, kann das mitunter gravierende Probleme mit sich bringen. Bei all denjenigen Versicherungsnehmern, die überversichert sind, drohen zwar keine größeren Nachteile, allerdings zahlen sie zu hohe Beiträge. Die Summe, die so über die Jahre hinweg zu viel gezahlt wird, kann aber relativ hoch werden. Deutlich größer können die Probleme bei einer Unterversicherung werden. Hat jemand zum Beispiel eine Hausratversicherung über eine Summe von 50000 Euro abgeschlossen, verfügt tatsächlich aber über einen Hausrat, der das Doppelte dieser Summe wert ist, dann muss er damit rechnen, dass er im schlimmsten Fall 50000 Euro einbüßt. Dies geschieht etwa bei einem Brand, bei dem die gesamte Wohnungseinrichtung vernichtet wird. Die Versicherung leistet dann nämlich nur bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
Aber es muss nicht einmal der gesamte Hausrat vernichtet werden, um Probleme zu bekommen, wenn man unterversichert ist. Bekommt die Versicherung Wind von der Unterversicherung, so ersetzt sie auch bei Einzelschäden nur den jeweiligen Anteil der Gesamtsumme. Tritt also beispielsweise ein Schaden von 10000 Euro auf, so würde die Versicherung bei einer 50-prozentigen Unterversicherung auch nur 50 Prozent dieser Summe ersetzen. Begründet wird dies damit, dass der Kunde seinen Hausrat ja auch zur Hälfte unterversichert hat.
Die Ermittlung der richtigen Versicherungssumme
Am genauesten lässt sich die Versicherungssumme mittels Erstellung einer Inventarliste ermitteln. Dieser Schritt sollte alle zwei oder drei Jahre wiederholt werden. Zu beachten ist dabei, dass nicht der Zeitwert des Hausrats angesetzt wird, sondern dessen Wiederbeschaffungswert. Besonders bei Elektrogeräten werden die Werte von den Kunden häufig zu niedrig angesetzt. Wer auf die Mühe einer regelmäßigen Aktualisierung einer Vermögensliste verzichten möchte, kann eventuelle Abzüge aufgrund von Unterversicherung auch anders vermeiden. Wird pro Quadratmeter Wohnfläche mindestens 650 Euro Versicherungssumme vereinbart, ist normalerweise davon auszugehen, dass sich die Versicherung im Fall der Fälle nicht auf eine Unterversicherung beruft und somit den Schaden, bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme, vollständig ersetzt.
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