Aufgrund der Katastrophe in Japan stehen die Bänder der japanischen Autohersteller still. Noch immer, denn eigentlich sollte die Produktion längst wieder begonnen haben. Die Hersteller zögern jedoch die Wiederinbetriebnahme ihrer Autofabriken weiterhin hinaus. Dies liegt an fehlenden Teilen sowie der unsicheren Stromversorgung in Japan.

Auswirkungen bis in die USA und Europa

Der weiter anhaltende Produktionsstopp wirkt sich weit über die Grenzen Japans hinaus aus. Zwar werden Fahrzeuge, die für den europäischen oder den amerikanischen Markt bestimmt sind, von den Herstellern direkt vor Ort gebaut, allerdings fehlen auch hier Teile, sodass es immer wahrscheinlicher wird, dass die Produktion auch in Europa und den USA zum Erliegen kommen wird. Toyota hat mittlerweile schon angekündigt, dass Ende April einige europäische Werke für kurze Zeit stillstehen sollen. In den meisten ausländischen Werken haben die japanischen Hersteller die Produktion gedrosselt, um die Lagerbestände zu schonen und somit länger mit diesen auskommen zu können.

Kurzfristig keine großen Probleme

Die japanischen Autohersteller versichern, dass die Auswirkungen auf den europäischen Markt weniger gravierend sein werden, als von vielen angenommen. So müsste niemand länger auf bereits bestellte Fahrzeuge warten, da Schiffsladungen mit Teilen und kompletten Fahrzeugen schon unterwegs seien, erklärte ein Sprecher von Honda. Sollte der Stillstand der Produktionsbänder allerdings länger anhalten, dürfte mit längeren Lieferzeiten zu rechnen sein. Selbst Honda räumt mittlerweile ein, dass es bei einigen Ausstattungsvarianten zu Lieferengpässen kommen könnte.

Auch ausländische Hersteller betroffen

Die Probleme der japanischen Automobil- und Teilehersteller wirken sich auch auf andere Hersteller aus. So hat sich der US-amerikanische Autobauer General Motors dazu entschieden, eine komplette Fabrik für eine Woche anzuhalten. Als Grund hierfür nannte GM fehlende Teile aus Japan. Auch Daimler ist von der Katastrophe betroffen. Der Stuttgarter Autobauer besitzt ein Lkw-Werk in Japan. Die Produktion dort ruht nach Angaben eines Sprechers.

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